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Nach Aufnahme von rund 130 Igeln gibt Veterinäramt wichtige Hinweise für Finder

03.09.2026

Nach der Kontrolle einer Igel-Auffangstation in Lünen, bei der in der vergangenen Woche rund 130 Igel in Obhut gebracht wurden, erreichen das Veterinäramt des Kreises Unna zahlreiche Anfragen von Bürgern. Die Behörde hat deshalb neue Hinweise veröffentlicht, wie mit gefundenen Igeln umzugehen ist.

Das Veterinäramt betont, dass nicht jeder gefundene Igel menschliche Hilfe benötigt. Hinweise auf einen tatsächlichen Notfall sind sichtbare Verletzungen, starke Abmagerung, ein apathischer oder deutlich geschwächter Zustand sowie verwaiste Igelsäuglinge. Ein Igel, der lediglich tagsüber oder im Herbst unterwegs ist, sollte dagegen nicht allein deshalb eingefangen werden.

Bei offensichtlich verletzten oder kranken Tieren sollte möglichst früh fachkundiger Rat bei einer Tierarztpraxis oder einer erfahrenen Igel- beziehungsweise Wildtierhilfe eingeholt werden. Bis dahin können Wasser sowie beispielsweise ungewürztes Rührei oder fleischreiches Katzennassfutter angeboten werden. Kuhmilch ist für Igel ungeeignet. Die Behörde erinnert außerdem daran, dass gesund gepflegte Igel wieder ausgewildert werden müssen, sobald sie sich selbstständig erhalten können.

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