Die anhaltende Hitze und Trockenheit im italienischen Piemont führt nach Angaben des Igel-Rettungszentrums „La Ninna“ in Novello zu einer außergewöhnlich hohen Zahl geschwächter Tiere. Die Station bezeichnet die aktuelle Situation als schwerste Igel-Krise seit ihrer Gründung vor 14 Jahren. Viele eingelieferte Tiere seien stark unterernährt und dehydriert.
Ein besonders drastischer Fall ist die Igelmutter „Ratin“, die zusammen mit ihren vier Jungen aufgenommen wurde. Sie war kollabiert, stark abgemagert und so ausgetrocknet, dass sie kaum noch Milch für ihren ebenfalls geschwächten Nachwuchs produzieren konnte. Mutter und Jungtiere haben sich durch die Behandlung inzwischen erholt. Die Station betont jedoch, dass Ratin kein Einzelfall sei, sondern beispielhaft für zahlreiche derzeit eingelieferte Igel stehe.
Gemeinsam mit der University of Turin untersucht das Zentrum außerdem im europäischen Projekt „One Earth“ Zusammenhänge zwischen Igelsterblichkeit, Krankheiten, Parasiten, Schadstoffen und der Verschlechterung von Lebensräumen.
Dürre-Notstand bei Igeln im Piemont – Auffangstation spricht von schlimmster Lage seit 14 Jahren
📍 Piedmont / Italien

