Auf einem Baugrundstück an der Stader Straße in Oyten haben ehrenamtliche Tierschützer fünf Jungigel und ein erwachsenes Igelmännchen vor bevorstehenden Rodungsarbeiten gerettet. Die Tiere hielten sich zwischen Sträuchern und Totholz auf, während ein Teil des Geländes bereits geräumt war.
Annette Lesemann und Helfer der Igelpflege Rotenburg suchten das Grundstück mehrfach ab. Unterstützt wurden sie von den Igelsuchhunden Sam und Fine. Erst bei späteren Suchgängen entdeckten sie die Tiere. Den letzten Jungigel namens Otto fanden die Retter unmittelbar in der Nähe eines Baggers.
Die fünf Jungtiere wogen beim Auffinden jeweils weniger als 200 Gramm und waren schätzungsweise vier bis fünf Wochen alt. Ihre Mutter wurde nicht gefunden. Anwohner hatten zuvor zwei überfahrene erwachsene Igel in der Nähe entdeckt. Möglicherweise befand sich die Mutter darunter.
Die Jungigel werden nun von der Igelpflege Rotenburg aufgepäppelt. Das erwachsene Männchen Othmar konnte bereits an einem geeigneten Ort ausgewildert werden.
Die Rettungsaktion zeigt zugleich, welche Bedeutung speziell ausgebildete Suchhunde für den Igelschutz haben können. Die Igelpflege Rotenburg möchte langfristig eine eigene Staffel mit Igelsuchhunden aufbauen, um weitere Tiere vor Bau- und Rodungsarbeiten aufzuspüren.

