Die seit mehr als 20 Jahren bestehende Igelstation des Netzwerk Igel e. V. in Wuppertal-Elberfeld darf vorerst keine weiteren Igel aufnehmen. Das Bergische Veterinäramt hat einen Aufnahmestopp verhängt. Leiterin Monika Thomas und ihre ehrenamtlichen Helfer versorgen normalerweise jährlich etwa 400 bis 500 verletzte, kranke und verwaiste Igel. Rund zwei Drittel der aufgenommenen Tiere können nach Angaben der Station später wieder ausgewildert werden.
Nach Angaben von Thomas verlangt das Veterinäramt unter anderem einen Sachkundenachweis nach § 11 Tierschutzgesetz, einen Tierarzt, der dreimal wöchentlich in die Station kommt, sowie zwei benannte Vertretungen für den Fall, dass die 80-jährige Leiterin ausfällt. Thomas hat sich bereits für November zu einer Sachkundeprüfung angemeldet und versucht, auch die übrigen Anforderungen zu erfüllen. Bis dahin kann die Station lediglich telefonisch beraten.
Damit steht eine seit Jahrzehnten etablierte regionale Anlaufstelle für Igel möglicherweise vor dem Aus. Die Duplikatprüfung gegen die bislang ausgegebenen Igel-News ergab keine bereits gemeldete Geschichte zu diesem behördlichen Aufnahmestopp in Wuppertal.
Veterinäramt verhängt Aufnahmestopp für Wuppertaler Igelstation
📍 Wuppertal / Nordrhein-Westfalen

